Erfahrungsbericht Lepin 16003 WALL E baugleich 21303

Heute möchte ich euch einmal einen etwas anderen Erfahrungsbericht präsentieren. Nach dem er lange bei mir zuhause rumgelegen hat, sind wir über die Feiertage endlich dazu gekommen, den Lepin 16003 WALL E aufzubauen.

Hier der Erfahrungsbericht zum Lepin 16003 WALL E baugleich zum 21303 LEGO Wall E.

Eins noch Vorweg: Bei diesem Produkt handelt es sich um einen Nachbau eines LEGO Sets, es gibt zwar im Großen und Ganzen keine Patente auf die LEGO Steine und es wird auch kein LEGO Logo genutzt, trotzdem hat LEPIN sicherlich keine Lizenzen oder Rechte gekauft um ein WALL E zu bauen. Ihr solltet euch also genau überlegen, ob mir mit dem Kauf eines solchen Sets die entsprechenden Verstöße unterstützt! Ausserdem bzw. deshalb kann es auch zu Problemen beim Zoll kommen!

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Lepin 16003 WALL E

Ich fand den LEGO Wall E 21303 als er damals im September 2015 auf den Markt gekommen ist wirklich süss. Das Set mit den knapp über 670 Teilen lag preislich bei 50 Euro. Diesen Preis bekommt ihr leider nicht mehr. Aber dazu weiter unten mehr.

Gekauft habe ich den Roboter in China, bei meinem letzten Urlaub bei diesem Teil meiner Familie. Nachdem er ein paar Monate in der Ecke verstaubt ist, hatten wir zwischen den Jahren endlich Zeit ihn aufzubauen.

Details zum Lepin WALL E

Der Wall E von Lepin hat mit 687 Teilen ein paar mehr als das Original. Geliefert wurde der Roboter innerhalb von 24 Stunden, dank der schnellen chinesischen Lieferanten auf ihren rasenden Rollern.

Das Ganze Set war in einem dem Original nachempfundenen Karton verpackt. Die Steine sind in nummerierten Beuteln verstaut, welche aber nicht nach der Reihenfolge der Anleitung verpackt waren. Wir haben einfach alle Beutel direkt geöffnet.

Aufgebaut hatten wir den Roboter innerhalb von knapp zwei Stunden, wobei wir uns abgewechselt und gut dabei unterhalten haben. Der geübte LEGObauer ist da sicher schneller unterwegs.

Alles in Allem haben die Teile gut ineinander gepasst. Hier und da musste man einmal ein bisschen mehr drücken aber es ging gut. Nur einer der Steine war etwas mehr gebogen als er hätte sein sollen und bei zwei der Steine konnte man die “Naht” sehr deutlich sehen und man hatte kurz Angst, dass sie platzen. Das ist aber nicht passiert.

Wie man auf den Bildern unten sehen kann, sind die bedruckten Teile nicht immer ganz auf Hochglanz poliert und man könnte durchaus den Eindruck bekommen, dass sie nicht neu sind. Auch die Vertiefungen auf den Platten, die sicherlich von der Maschine kommen, sind ungewöhnlich aber man gewöhnt sich schnell daran.

Das einzig wirklich negative an dem Lepin 16003 WALL E ist der Kettenantrieb, der nicht auf Anhieb leichtgängig war und vielleicht noch der Hals der etwas mehr Widerstand bieten könnte.

Die Steine haben nicht nach Chemie gestunken und auch sonst hat der Karton und die Steine einen normalen Eindruck hinterlassen.

Lepin 16003 WALL E Preis

Kommen wir zum spannenden Punkt: Der “WALL E” hat mich in China inklusive Lieferung gerade einmal 13 Euro gekostet! Ein echtes Schnäppchen! Dort aber der reguläre Preis für das Set. Auf Seiten die direkt nach Deutschland verschicken sind Preise inklusive Versand von 25-35 Euro die Regel. Mitunter werden auf Kleinanzeigen Seiten oder Facebook Gruppen deutlich höhere Preise verlangt. Hier habt ihr aber meist den Vorteil, dass das Set schon in Deutschland ist und ihr einen schnelleren Versand habt.

Nochmal: Ich empfehle ausdrücklich nicht das Set zu kaufen, aus den oben stehenden Gründen!

Lepin 16003 WALL E Bilder

Bilder sagen mehr als tausend Worte. Deshalb hier ein paar Bilder aus dem Bauprozess und Nahaufnahmen vom fertigen Roboter.

Warum Lepin statt LEGO ?

Man kann von LEGO Kopien oder Fakes wie denen von Lepin oder Decool halten was man will und es gibt sicher Fans und Gegner für alle Seiten.

Ich persönlich finde sie in Ordnung für Sets die es entweder nicht mehr offiziell zu kaufen sind, und somit meistens unendlich viel teurer sind, oder für Sets die es garnicht erst von LEGO gibt. Wie zum Beispiel das ein oder andere Star Wars Schiff oder einen Panzer.

Den Wall E habe ich mir einerseits gekauft um die Qualität von Lepin zu checken und andererseits fand ich den Wall E zwar süss aber mit 50 Euro damals zu teuer. Das Ausverkaufsangebot für 30 Euro habe ich irgendwie verschwitzt damals. Das war ein echt cooler Preis für das Original.

21303 Wall E das Original kaufen

Offiziell gibt es ihn schon lange nicht mehr im Laden. Wer ihn neu bzw. im Original haben will muss mittlerweile etwas tiefer in die Tasche greifen. Für den günstigsten den ich gefunden habe, müsst ihr mindestens 80 Euro investieren. Eher über 100!

Hier eine kleine Auswahl bei Ebay (Affiliate Link)

Hier geht es zum Artikel auf Amazon 149,99 EUR Aktueller Preis 169,00 EUR

Fazit

Dies war das zweite Set von LEPIN, welches ich aufgebaut habe und ich muss sagen, für den Preis geht es schwer in Ordnung. 13 Euro für knapp 680 Teile – das kann sich sehen lassen und hilft über den ein oder anderen klemmenden Stein hinwegzusehen. Ob man diese Produktpiraterie oder Fakes unterstützen will, bleibt jedem selbst überlassen.

Ich bin ein LEGO Fan! Aber für das ein oder andere Set werde ich ein Auge zu drücken und es von LEPIN besorgen. Ich habe den Vorteil, dass ich mehr oder weniger ein mal im Jahr in China bin. Diesen werde ich definitiv ausnutzen.

Was haltet ihr von LEPIN? Kündigt ihr mir nach diesem Post die Freundschaft oder habt ihr selbst heimlich still und leise ein LEPIN Set zuhause stehen? Oder habt ihr vor ein LEPIN Set zu kaufen? Über einen Kommentar würde ich mich freuen!

4 Gedanken zu “Erfahrungsbericht Lepin 16003 WALL E baugleich 21303”

  1. Es bleibt Produktpiraterie. Bei LEGO zählt man nicht burnside Steine, sondern auch Idee & Entwicklung. Gäbe es LEGO nicht, hätte Lepin ebenso kein Produkt auf den Markt bringen können. Und dass es ihnen an eigener Kreativität fehlt, zeigen viele zusammengeschusterte Eigenmodelle. Solche Produkte nach deutschland zu importieren ist zudem laut Zoll möglicherweise strafbar. Auch achtet LEGO auf die gesundheitlichen Folgen der Produkte für Kinder und Mitarbeiter, bei Lepin bezweifle ich das auch.

  2. Für Modelle, die Lego definitiv nicht mehr auf der Platte hat, kann ich durchaus damit leben auch einen Nachbau zu bekommen. Denn wenn man die Geldschneiderei mit nicht mehr lieferbaren Lego Set sieht, ist das auch nicht wirklich das Gelbe vom Ei. Alles Jenseits des Plagiats ist Marktwirtschaft. Damit muss auch Lego klarkommen.
    Es ist und bleibt eine Gradwanderung. Aktuell kommen zum Glück immer mehr Hersteller auf den Dreh, das man ja auch eigene Orginale schaffen kann.
    Für mich ist definitiv der Punkt erreicht, wenn die Angebote auf dem Markt das 2-3 fache des Orginalsverkaufspreises erreichen. Die anderen bauen nach, warum schaftt die riesen Firma Lego nicht auch ihre eigenen Modell “nachzubauen”. Quasi 2 Verwertung? Weil sie dann Ihre aktuell Maßlos überteuerten “Erstverwertungen” nicht mehr losbekommen würden und die Kunden durchaus die hübschen “Altmodelle” Kaufen würden – Ich sag nur Ritterburgen, Westernwelt und PIRATENSCHIFFE. Bekomme ich bei Lego nicht mehr. Scheint ja kein Markt da zu sein. Äh, was verkaufen die Chinamänner hauptsächlich? Schaut mal hin LEGO

  3. LEGO vs LEPIN: Hier spaltet sich die “Fangemeinde”.
    Einige Anmerkungen:
    1. Die Produktion von eigenen Klemmbausteinen – sofern nicht gegen bestehende Patente verstoßen wrid – ist rechtlich jedem möglich.
    2. Das Kopieren von Designmustern, unberechtigte Nutzen von Lizenzen und sowie Markenrechtsverstöße sind Wirtschaftsstraftaten.
    3. Der Kauf von Plagiaten im Urlaub ist, unter Beachtung der Freigrenzen, recht zulässig. Bei Onlinekäufen gilt die Freigrenze nciht.

    Ehrlich gesagt bin ich sehr erstaunt, dass ein Lego-Fan und Blogbetreiber ein Lepin-Produkt vorstellt. Hierdurch könnte der gewerbsmäßig Gebrauch unterstellt werden, da diese Website über die Affiliate-Links Einnahmen generiert. Das erhöht das Risiko von den Rechteinhabern eine Abmahnung zu erhalten.

    Als Hauptgrund für den Kauf der Raubkopien lese ich fast ausschließlich das Preisargument. In der Rezession selbst wird das ebenfalls erwähnt. Deutschland ist ein sehr wettbewerbsintensiver Markt. Die Margen für den Einzelhandel ist sehr gering. Erstaunlich mag sein, dass Lego in Deutschland kaum Geld verdient. Die Umsatzrentabilität vor Steuern liegt unter 4%. Seit einiger Zeit gibt eis hartknäckige Kritik an der Preisgestaltung. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass die Teilepreise in den Sets in der Gesamtheit rückläufig sind (siehe Stonewars “Star Wars Preisvergleich”).

    Viele AFOLs sind in den letzten Jahren wieder zu Lego zurück gekehrt und sehen sich nach älteren Sets. Die massiven Preissteigerungen sind vor allem bei AFOL-Sets zu sehen. Die Spielsets sind einfach nur preisstabil. Beispiel: Set-Nr. 5891, erschienen 2010 UVP: 39,99 ließ sich vor einigen Wochen neu und versiegelt auf Ebay für EUR 42,00 kaufen. Das wird von vielen übersehen.

    Oftmals lese ich in Foren immer wieder die gleichen Forderungen, was bei Lego vermisst wird. Hier ist von Rittern, Western und Piraten zu lesen. Komisch ist nur, wenn es darum geht, die Möglichkeiten zu nutzen solche Set-Ideen zu realisieren, keine Resonanz zu erkennen ist. Auf Lego-Ideas sind diverse Vorschläge für Ritterburgen. Doch sie finden keine Unterstützung. Vor einigen Wochen konnte man auf Bricklink einen Western-Saloon bestellen. Das Maximum von 2.500 Sets ist in 10 Wochen Angebotszeit bei weitem nicht erreicht worden. Gleiches gilt für Piratenschiffe. Die Vorschläge auf der Ideas-Platform finden keine Beachtung. Warum sollte Lego die Sets weider auf den Markt bringen, wenn Reaktion der Fans zu verzeichen ist?

    Bezogen auf den vorgestellten, raubkopierten Wall-E wird angemerkt, dass der Preis von 50 EUR zu teuer sei. Mal im Ernst, ein Lizenzprodukt bei Ideas, dass ein Teilepreis (UVP) von 7,39ct ist teuer? Das Set war im Angebot für 40 Euro und im Ausverkauf für 30 Euro erhältlich. Es war kein Problem das Set zu guten Preise zu kaufen. Die Überraschung ist jedenmal groß, wenn das Set vom Markt geht. Huch, die zwei Jahre sind schon wieder rum (Ja, es ist schon wieder Weihnachten!). Zum Jahreswechsel war das beim Angelladen zu beobachten. Zwei Jahre stand er in den Regalen. Im Dezember gab es bei Toys ein Dauerangebot. Mit 20% Rabatt (€120) lag das Set wie Blei im Regal. Mitte Januar 2019 wurden auf Ebay €180 dafür bezahlt. Ich verstehe das nicht.

    Die Argumentation, dass Lego kein Schaden entsteht, wenn die Sets nicht mehr verkaufen, kann ich nicht nachvollziehen. Zum einen wird der Raubkopierer durch Einnahmen stärker gemacht und zum anderen stellt sich die Frage, ob Lego die Sets nicht als Remake in 5 Jahren nochmals auf den Markt bringen wird.
    Im Übrigen hat Lego trotzallem die Rechte an dem Set.

    “Lustig” finde ich die Hinweis, dass die Sets am Zweitmarkt so teuer geworden sind. Häufig ist es aber möglich, die Sets im gebrauchten Zustand für die damaligen UVP zu kaufen. Wenn ich das Set zum Bauen haben möchte, warum nicht die Preise akzeptieren. In der versiegelten OVP sind die Sets natürlich teuerer. Sollte aber keinen stören, denn das sind die Sammlerpreise.

    Noch eine Bemerkung: Die AFOL fordern von Lego richtig große Sets mit vielen tausend Teilen, hoher Detailfreunde und herausfordernden Bauspass. Gleichzeitig wundert man sich, dass ein Set mit 6.000 eine UVP von €400 hat (71043)? Absolut gesehen mag das ein ordentlicher Preis sein, ist meiner Meinung aber gerechtfertigt.

    Ich habe absolut nichts gegen alternative Klemmbausteinhersteller. Einzige Voraussetzung: Eigene Idee und eigenes Design.

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